Diözesanverband Köln
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Wieviel Kirche braucht die Politik? Bürgergespräch im Rahmen des Gründungsgedenktages der KAB St. Josef und Martin Langenfeld

Die Diskussion über die Frage „Wieviel Kirche braucht die Politik?“ verbirgt, dass die Beteiligung von Christen und Kirche an der politischen Debatte zuweilen von Politikern als zu intensiv angesehen wird. Hier ist dann der Verweis zu hören, die „Kirche“ solle sich um ihre Angelegenheiten kümmern. Geht es hier nicht viel mehr um den Auftrag an die Christen, die Gesellschaft aus ihrer Perspektive heraus tatkräftig mitzugestalten?
„Angesichts von wachsender Armut der Weltbevölkerung, aber auch in unserem Land, zunehmender Verfolgung und Unterdrückung von Minderheiten und dem zunehmenden Erstarken von rechtspopulistischen und diktatorischen Machtstrukturen, um nur eine wenige Beispiele zu nennen, stellen sich mündige Bürger, Christen und Gläubige anderer Religionsgemeinschaften die Frage nach Solidarität, Gerechtigkeit, Frieden, Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Oft wird dann auch der Ruf nach einer deutlicheren Stellungnahme bis hin zu einer konkreten „Einmischung“ der Bischöfe laut“, erläutert die Vorsitzende des KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) Städteverbandes Langenfeld/Monheim, Kerstin Hoffmann. Nach ihrer Auffassung kann diese Aufgabe nicht allein den Bischöfen überlassen bleiben, vielmehr ist jeder Christ berufen sich im Sinne des christlichen Menschenbildes einzumischen, insbesondere dann, wenn Menschen ausgegrenzt oder sozialbenachteiligt werden, erklärt Hoffmann weiter.
Wieviel Kirche braucht die Politik?
Dieser Frage geht das Bürgergespräch des KAB Städteverbandes Langenfeld/Monheim am
Samstag, den 24. März 2018 um 15.00 Uhr im Pfarrzentrum St. Martin, Hans- Litterscheid-Platz in Langenfeld-Richrath,
mit Frau Kerstin Griese MdB, Vorsitzende des Bundestagsausschusses Arbeit und Soziales sowie Herrn Thomas Antkowiak, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates St. Josef und Martin Langenfeld, als Gesprächspartner nach.
Im Hauptberuf ist Herr Antkowiak Geschäftsführer des bischöflichen Hilfswerks Misereor in Aachen, was alljährlich insbesondere in der Fastenzeit vor Ostern, auf die weltweite Armutssituation, ausgelöst auch durch politische Missstände, aufmerksam macht.
Das Bürgergespräch führt der Städteverband in Kooperation mit der KAB St. Josef und Martin im Rahmen deren Gründungsgedenktag durch.