Diözesanverband Köln
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Das KAB Modell in der politischen Diskussion mit der CDU

KAB stellt Grundeinkommen der CDU-Fraktion vor

Zu einem Gedankenaustausch über die sozialpolitische Vision eines garantierten Grundeinkommens trafen sich der CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann und die KAB-Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion Oskar Burkert (Hamm), Bernhard Tenhumberg (Vreden) sowie die CDU-Integrationsexpertin Anette Bunse (Bottrop) mit Vertretern der KAB-Kommission Grundeinkommen des Diözesanverbandes Köln Hildegard Lülsdorf, stellvertretende Diözesanvorsitzende, Ralf Welter, Diözesanvorsitzender Aachen, (beide auch KAB-Bundesausschuss-Mitglieder, sowie den KAB-Grundeinkommensexperten Matthias Bloecher und der ehemaligen Bundesvorsitzenden Birgit Zenker.   

Beide Seiten kamen überein, dass das KAB-Grundeinkommens-Modell zutiefst von einem christlichen Menschenbild geprägt ist. Eine Umsetzung jedoch benötige nicht nur Zeit, sondern auch einen Wertewandel und einen neuen Lebenswandel der Menschen.

CDU-Fraktionschef Laumann wies darauf hin, dass in  Deutschland unterschiedliche Formen der Grundsicherung existierten. Diese seien aber, so Ralf Welter, da sie von einer Bedürftigkeit ausgehen als Almosen zu verstehen. Ein Grundeinkommen dagegen befreie die Menschen von Existenznöten und mache sie frei, jeglicher Tätigkeit und Arbeit, ob Erwerbs, Familien oder Ehrenamtsarbeit nachzugehen. „Sympathisch am Modell ist, Ehrenamt und freiwillige Arbeit aufgewertet werden“, so Bernhard Tenhumberg. Birgit Zenker unterstrich diese Annahme und betonte, dass mit einem Grundeinkommen der Prekarisierung in der Arbeitswelt begegnet und Arbeitnehmern einen verlässlichen Sockel zur Existenzsicherung erhalten werde. Am Beginn könnte eine Kindergrundsicherung stehen.

Streitpunkt war die Finanzierbarkeit. Tenhumberg befürchtet Mitnahmeeffekte, die gesellschaftlich und politisch keine Akzeptanz fänden. Anette Bunse sieht mit dem Modell auch Einschränkungen für den Einzelnen und die Gesellschaft verbunden. Auch eine Auseinandersetzung über die Definition der Menschenwürde müsse neu geführt werden. Laumann beklagte, dass die Welt sich immer materialistischer entwickelt. Das Grundeinkommensmodell gehe  diesen Aspekt weiter, so Zenker.

Die Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion und der KAB-Kommission Grundeinkommen des Diözesanverbandes Köln verabredeten weitere Gespräche.